Moldova-Institut Leipzig e. V.                                                                                                                                                                                                                          Ritterstraße 24, D-04109 Leipzig                 T: +49 (3 41) 9 73 34 97                 F: +49 (3 41) 9 73 02 49              E: moldova@rz.uni-leipzig.de

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2007

Im Jahre 2007 hat das MIL nach den Anfangsschwierigkeiten des ersten Jahres seiner Existenz beachtenswerte Arbeitsergebnisse erzielt und ist noch stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gelangt. Es hat weiterhin dazu beigetragen, die Republik Moldova in Deutschland bekannter zu machen und die Kooperation mit wissenschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Institutionen sowie Einzelpersönlichkeiten beider Länder und darüber hinaus zu entwickeln.  Beispielhaft für die erfolgreiche Institutsarbeit im Jahre 2007 ist neben erfolgreich durchgeführten Tagungen die Publikation des Bandes „Sprachliche Individuation in mehrsprachigen Regionen Osteuropas“ zur Republik Moldova, der die Schriftenreihe des MIL eröffnet.

Auch im Jahr 2007 konnten wir die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt Berlin, mit der VolkswagenStiftung, der Gerda Henkel Stiftung, der Gemeinnützigen Hertie Stiftung, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Friedrich Ebert Stiftung ausbauen. Weitere intensive Kontakte bestehen u. a. auch zur Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, zum Deutschen Kulturforum Östliches Europa e.V., zur Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft und zum Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM).

Ende 2007 zählte das Moldova-Institut Leipzig 25 Mitglieder. Von September 2007 an wurde die Arbeit am Institut durch eine ABM-Stelle der Stadt Leipzig unterstützt.

 Veranstaltungen 2007

1. Europaforum der Commerzbank:

"Die Republik Moldau – neuer Nachbar der EU", 24. Mai 2007 in Frankfurt am Main, in der Reihe Europa-Forum der Commerzbank, die interessierten Firmen und Privatpersonen Informationen über die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und darüber hinaus bietet. Das MIL war hier mit dem Vorstand und einem Informationsstand vertreten.

2. "Dimitrie Cantemir: Fürst, Gelehrter und Akteur der europäischen Kulturgeschichte",

Internationale Tagung, 15.–16. Juni 2007 in Leipzig, Tagung des MIL in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Höhere Studien der Universität Leipzig (ZHS) und der Botschaft der Republik Moldau, gefördert durch die Gerda Henkel Stiftung. Vor ca. 60 Teilnehmern wurden 15 Referate von Historikern, Politologen, Sprach-, Literatur-, Medien-  und Kulturwissenschaftlern aus Deutschland, Moldova, Rumänien und den Niederlanden gehalten. Zwei Redakteurinnen des Moldauischen Staatlichen Fernsehens filmten Sequenzen der Tagung, aus denen zusammen mit Interviews mit einigen Teilnehmern ein Fernsehfilm entstand, der bereits dreimal in Moldova ausgestrahlt wurde.

3. "Die neue Nachbarschaftspolitik der EU gegenüber Moldova und der Ukraine",

Podiumsdiskussion, 4. Juli 2007 in Leipzig, veranstaltet vom MIL zusammen mit dem Kompetenzzentrum Mittel- und Osteuropa Leipzig e.V. (KOMOEL) und dem Polnischen Institut, unter der Teilnahme von ca. 80 Personen. Zusammen mit dem Botschafter der Republik Moldau, S. E. Dr. Igor Corman, diskutierten Dr. Johannes Heidelberger, Auswärtiges Amt, und Wilfried Jilge, Historiker am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas e.V. (GWZO) unter Moderation von Prof. Dr. Stefan Troebst (GWZO).

4. "Medienpolitik und Europäisierung der Mediengesetzgebung in Südosteuropa (Bulgarien, Rumänien, Republik Moldova)", Internationale Tagung des MIL, 11.–12. Oktober 2007, Bukarest, veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Über die Tagung wurde in der "Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien" sowie im moldauischen Fernsehen (PRO-TV Chişinău) sowie im Radio berichtet.

5. "Die EU-Nachbarschaftspolitik und die Republik Moldova. Zwischenbilanz und neue Herausforderungen, Internationale Tagung, 14. November 2007, Berlin, in Zusammenarbeit mit der Botschaft der Republik Moldau, unterstützt durch die Europäische Akademie Berlin, die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Bertelsmann Stiftung und das Auswärtige Amt Berlin. Bemerkenswert war das große Echo, das die Einladung zur Tagung ausgelöst hatte. Im Publikum waren zirka 100 Personen anwesend, zu denen nicht nur die Botschafter der Ukraine, Litauens, Zyperns, Albaniens und der deutsche Botschafter in der Republik Moldova zählten, sondern auch sehr viele Studenten und Nachwuchswissenschaftler aus Deutschland, Moldova und Rumänien sowie Vertreter von NGOs und verschiedenen Bundesämtern.

Publikationen 2007

1. „Sprachliche Individuation in mehrsprachigen Regionen Osteuropas. Band I: Republik Moldova“, erschienen als 1. Band der Schriftenreihe des MIL, September 2007

2. Klemens Büscher: Die „Staatlichkeit“ Transnistriens – ein Unfall der Geschichte? Online-Publikation; Beitrag für das Projekt „Die zweite nationale Wiedergeburt. Nationalismus, nationale Bewegungen und Nationalstaatsbildung in der spät- und postkommunistischen Gesellschaft“, Universität Mannheim, Februar 1998 (pdf, 32 S., 240 kB).

3. Konferenzbeiträge zur internationalen Tagung „Medienpolitik und Europäisierung der Mediengesetzgebung in Südosteuropa (Bulgarien, Rumänien, Republik Moldova)“ Online-Publikation.

Projekte 2007 (in Vorbereitung)

1. „Sprachpolitik am östlichen Rand der EU im Kontext von Renationalisierungs- und Transnationalisierungsprozessen. Republik Moldova und Ukraine“, gemeinsames Forschungsprojekt des Moldova-Instituts Leipzig (MIL) mit der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main, das bei der VolkswagenStiftung beantragt wurde.

2. „ProDRUM Kommunen: Good Governance und internationale Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene. Chancen – Probleme – Perspektiven“ - ein gemeinsames Projekt des Moldova-Instituts Leipzig (MIL) und der Stadt Leipzig  unter Federführung des MIL.

3. „VADEMEKUM: Zeitgeschichte Moldova“, im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Dikatur.

4. "Handbuch zur Republik Moldova", Abschluss der Planung des 2006 begonnenen Projekts, für das mehr als 60 Fachleute als Autoren aus verschiedenen Ländern gewonnen wurden. Das Handbuch richtet sich nicht nur an Wissenschaftler und Studierende, sondern auch an Akteure aus Wirtschaft, Politik, Diplomatie, Verwaltung und Medien sowie allgemein an Personen, die sich für die Republik Moldova interessieren.