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 Moderner Geschichtsunterricht und Curriculum

Ein Ziel des Projekts besteht darin, zu der Entwicklung eines modernen Geschichtsunterrichts und Curriculums im Fach Geschichte beizutragen.

Projektmaßnahmen

19.-25.05.2019

Republik Moldau Ukraine
Deutschland

  1. Dreitägiges Seminar in Chişinău: Teilnehmer sind Lehrer für Geschichte sowohl aus ländlichen Regionen als auch urbanen Zentren der Republik Moldau. Im Mittelpukt steht die Frage: Welche Werte sollen und können heutzutage im modernen Geschichtsunterricht und in der historischen Bildung jungen Lernenden vermittelt werden, um dem Problem „gespaltener Gesellschaften“ zu begegnen? Die Teilnehmer werden in eigenen Beiträgen ausgewählte Probleme der aktuellen  erinnerungspolitischen Debatten analysieren und ihre Erwartungen an die Inhalte von Schulbüchern (u.a. zum Thema jüdische Geschichte und Holocaustdarstellung in den Geschichtsbüchern) artikulieren. Eine wichtige Rolle spielen dabei Ortstermine und Fachexkursionen. Als konkrete Programmpunkte sind vorgesehen:

    1. Referate zu Konzepten der Geschichtspolitik und Curricula im Fach Geschichte seitens der Teilnehmer.

    2. Diskussion über die Bildungsangebote zu sensiblen Themen (Holocaust, Deportation, Rolle der ethnischen Minderheiten) in den Geschichtslehrbüchern

    3. Fachexkursionen zu Erinnerungsorten / Denkmälern:

      1. Deportationen: Chișinău, Avdarma 

      2. Holocaust: Chișinău, Orhei, Tiraspol 

      3. jüdische Geschichte: Odessa

  2. Viertägige Werkstatt in Comrat, Chișinǎu und Bǎlți für Lehrer/innen und Schulbuchautoren/innen, die sich mit Fragen der Schulbuchentwicklung auseinandersetzten. Im Mittelpunkt stehen u.a. folgende Fragen: Was müssen zeitgemäße Bildungskonzepte hinsichtlich heterogener Zielgruppen bzw. hinsichtlich der Diversität der Zielgruppe leisten? Worauf sollte hinsichtlich der Konzeption und der Umsetzung geachtet werden? Werden sensible Themen (Holocaust, Deportation, etc.) thematisiert und reflektiert? Wird Diversität als Normalfall, Problem oder als Bereicherung gewertet? Dabei sollte auch die Vermittlungssituation selbst und ihre kommunikative Gestaltung mit den Lehrern besprochen werden.

  3. Zehntägige Winterschule in Leipzig und Braunschweig, an der bis zu 14 Personen aus der Republik Moldau, der Ukraine, Belarus, Georgien und Russland teilnehmen. Die Ausschreibung für diesen Projektschritt richtet sich an Geschichtslehrer, Vertreter von Hochschulen und Schulbuchautoren/innen. Die Winterschule setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen: Begegnungen zum Erfahrungsaustausch mit deutschen Kollegen des Georg-Eckert-Instituts für Internationale Schulbuchforschung; Fachvorträge durch deutsche Experten zur Aufarbeitung der Vergangenheit; Debatten zum  Thema moderner  Geschichtsunterricht.

Projektleiter

Dr. Vasile Dumbrava

Gefördert durch