Kontroverse Themen unterrichten

Ziel des Projekts ist es, Lehrkräfte aus den o.g. Ländern bei  einer ausgewogenen Vermittlung der Geschichte im Unterricht zu unterstützen. 
Durch die Wissensvermittlung zu den o.g. teils umstrittenen, teils bislang nur wenig angesprochenen Themen werden die Teilnehmer für die Multiperspektivität von Geschichte sensibilisiert. Ein weiteres Ziel besteht darin, zur Entwicklung multiperspektivischen Unterrichtsmaterialien zu relevanten historisch-politischen Themen für Geschichtslehrer aus der Republik Moldau beizutragen.

01.04-31.12.20

Ausgangslage und Zielsetzung

Wir haben in der Republik Moldau und in der Ukraine beobachtet, dass kontroverse Themen zu Unruhen, gewalttätigen Zwischenfällen und sozialen Konflikten führen. Offene, meist medial ausgetragene Konflikte um kontroverse und sensible Themen (Befreiung oder Besetzung im Jahre 1940, Deutung des Zweiten Weltkrieges, Umgang mit ethnischen Minderheiten, Holocaust, um hier nur einige zu nennen) brachen in der jüngeren Vergangenheit in der Republik Moldau und anderen Ländern der östlichen Partnerschaft immer wieder auf. In diesen Konflikten zwischen Gruppen innerhalb der moldauischen Gesellschaft geht es zumeist um die „richtige“ Interpretation historischer Ereignisse und die Deutungsmacht über das (nationale) Selbstverständnis, aber auch um eine „angemessene“ Darstellung als problematisch eingestufter Sachverhalte.

Viele Geschichtslehrkräfte sehen einen großen Bedarf an Kompetenzen im Umgang mit sensiblen und kontroversen Themen. Aus diesem Grund ist das Projekt vor allem darauf ausgerichtet, das Vertrauen und die Kompetenzen der Lehrkräfte beim Umgang mit kontroversen Themen in ihrem Unterricht und in den Schulen auszubauen.

Im Mittelpunkt des Projektes stehen folgende Fragen

  1. Welche Werte sollen und können heutzutage jungen Menschen im modernen Geschichtsunterricht und in der historischen Bildung vermittelt werden, um dem Problem „gespaltener Gesellschaften“ zu begegnen?

  2. Wie kann man die Schüler und Schülerinnen dazu ermutigen, sich die Meinungen anderer anzuhören, wie können sie lernen, andere Menschen und deren Meinungen zu respektieren?

  3. Wie kann man kontroverse Themen möglichst unparteiisch handhaben?

Zielgruppe

Um eine Veränderung der Problemlage zu erzielen, richtet sich das Projekt an mehrere Zielgruppen: Geschichtslehrer, Schulbuchautoren und Vertreter des Bildungsministeriums, die sich für Neugestaltung des Curriculums im Fach Geschichte und Erneuerung der Geschichtsdidaktik engagieren und einen Beitrag dazu leisten wollen.  Von den Teilnehmern innovativ auszuarbeitende Vorschläge und Empfehlungen sollen ein Zeichen für positive Veränderungen in Lehre und im Umgang mit Geschichte setzen.

Republik Moldau, Ukraine, Deutschland

Projektleiter

Dr. Vasile Dumbrava

Gefördert durch

 Moldova-Institut Leipzig e. V.                                                                                                                                                                                                                          Ritterstraße 24, D-04109 Leipzig                 T: +49 (3 41) 9 73 34 97                 F: +49 (3 41) 9 73 02 49              E: moldova@rz.uni-leipzig.de

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