Moldova-Institut Leipzig e. V.                                                                                                                                                                                                                          Ritterstraße 24, D-04109 Leipzig                 T: +49 (3 41) 9 73 34 97                 F: +49 (3 41) 9 73 02 49              E: moldova@rz.uni-leipzig.de

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2011

Im Jahre 2011 hat das MIL seine bereits im vergangenen Jahr sehr umfangreiche Tätigkeit weiter intensivieren können und hat sich endgültig als im In- und Ausland anerkannte Institution des kulturellen und wissenschaftlichen Austauschs zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Moldau etablieren können. Es hat weiterhin dazu beigetragen, die Republik Moldova in Deutschland bekannter zu machen und die Kooperation mit wissenschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Institutionen sowie Einzelpersönlichkeiten beider Länder und darüber hinaus zu entwickeln.  Beispielhaft für die erfolgreiche Institutsarbeit im Jahre 2011 ist neben erfolgreich durchgeführten Veranstaltungen und Projekten die Publikation des Bandes „Die Republik Moldau. Ein Handbuch“, der die Schriftenreihe des MIL seit 2012 ergänzt.

Auch im Jahr 2011 konnten wir die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt Berlin sowie mit dem Bundesbeauftragten für Kultur und Medien  ausbauen. Weitere intensive Kontakte bestehen u. a. auch zur Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, zum Deutschen Kulturforum Östliches Europa e.V., zur Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft, zum Institut für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM), zum Centrum für Internationale Migration und Entwicklung (CIM), zur Friedrich-Ebert-Stiftung, zur Hans-Böckler-Stiftung, zur Konrad-Adenauer-Stiftung, zur Volkswagen-Stiftung, zum Deutsch-Moldauischen Forum, zur Südosteuropa-Gesellschaft, zum Bessarabiendeutschen Verein e. V., zum Balkanromanistenverband sowie zu den Botschaften der Bundesrepublik Deutschland in der Republik Moldau und der Ukraine sowie zu den Botschaften Rumäniens, der Ukraine und der Republik Moldau in Deutschland.

Ende 2011 zählte das Moldova-Institut Leipzig 42 Mitglieder.

Die Arbeit des MIL wurde durch das Jobcenter Leipzig mit insgesamt einer AGH-Stelle (Entgeltvariante) gefördert, die vom 01.01.2011 – 12.07.2011 bestand.

 Veranstaltungen 2011

1. Migration, Minderheiten, Menschenrechte – Sozialpolitische Herausforderungen in Nachbarstaaten der EU: Republik Moldau und Ukraine - Internationale Sommerschule in Chişinău und Odessa, 25. August 2011 – 14. September 2011 (Moldau / Ukraine)

2. Vitalization of the Social Dialogue in Ukraine – Blockseminar in Leipzig, 2.-8.10.2011

3. Vitalization of the Social Dialogue in Ukraine – Blockseminar in Lemberg (Ukraine), 24.09-01.10.2001

4. Minderheiten und Menschenrechte im Kontext der europäischen Integration in Moldova. Workshop, Chişinău (Moldau), 04.-10.09.2011

5. Methodentransfer und neue Konzepte in der Rheumatologie. Verbesserung der Aus- und Weiterbildung in der Rheumatologie sowie Aufbau einer Kerndokumentation rheumatischer Krankheiten in der Republik Moldau. Workshop, Chişinău, 02.-04.06.2011

6. Medizindidaktik und aktuelle Therapiestandards in der Rheumatologie. Klinisches Symposium und Workshop. Chişinău, 05.-07.04.2011

Alle Veranstaltungen wurden im Rahmen von Projekten veranstaltet, die das MIL als Projektträger selbst verantwortete.

 Publikationen 2011

Im Jahr 2011 gab es keine Veröffentlichungen. Die Veröffentlichung des „Moldova-Handbuchs“ wurde auf das Frühjahr 2012 verschoben.

Projekte 2011

Durchführung des Projekts „Vitalisierung des Sozialdialogs in der Ukraine“

Das Projekt beinhaltete zwei  Lehrveranstaltungen in Leipzig und Lemberg (Ukraine), die sich schwerpunktmäßig der Arbeitsgesetzgebung, den Arbeitsbeziehungen, dem Sozialen Dialog und der Rolle der Gewerkschaften in der Ukraine widmen. Alle Arbeiten wurden in Kooperation mit der Nationalen Universität „Ivan Franko“ in Lemberg ausgeführt. Das Projekt wurde im Rahmen des Sonderprogramms „Unterstützung der Demokratie in der Ukraine“ des DAAD gefördert. Das Projekt lief vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011. Teilnehmer waren Studenten und Wissenschaftler sowie Vertreter von Gewerkschaftsverbänden aus Deutschland und der Ukraine.

Beginn des Projekts „Curriculare Modernisierung und bessere Versorgung der Rheumapatienten in der Republik Moldova“

Alle Arbeiten wurden in Kooperation mit der  Sektion Rheumatologie und Gerontologie im Department für Innere Medizin, Neurologie und Dermatologie der Universität Leipzig, mit der Moldauischen Staatlichen Universität für Medizin und Pharmazie “Nicolae Testemiţanu”, mit der Medizinischen Hochschule Hannover, Klinik für Herz-Thorax, Transplantations- und Gefäßchirurgie sowie mit dem  Hauptlabor für Molekulare und Strukturelle Biologie, Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung durchgeführt.

Durchführung des Ausstellungsprojekts „Fromme und tüchtige Leute... – die deutschen Siedlungen in Bessarabien“

Das vom Bundesbeauftragten für Kultur und Medien geförderte Projekt sah die Produktion einer Ausstellung vor, die sich der Geschichte der deutschen Siedler in Bessarabien zwischen 1814 und 1940 widmet, sowie deren Präsentation an verschiedenen Orten in Moldova, der Ukraine und in Deutschland. Die Ausstellung wurde inhaltlich und gestalterisch von Frau PD Dr. Ute Schmidt (FU Berlin) erarbeitet und im Oktober des Jahres 2010 im Moldauischen Nationalmuseum für Geschichte und Archäologie in Chişinău eröffnet, wo sie bis Mitte Dezember zu sehen war. Im Anschluss wurde die Ausstellung nach Comrat transportiert und dort eröffnet. Projektpartner waren die FU Berlin, die Botschaften der Bundesrepublik Deutschland in Chişinău und Kiew, der Bessarabiendeutsche Verein e.V. und das Museum für Geschichte und Archäologie in Chişinău. Das Begleitprogramm (Podiumsdiskussion im Rahmen der Eröffnung) wurde von der Friedrich-Ebert-Stiftung unterstützt. 2011 wurde soll die Ausstellung u.a. in Akkerman, Odessa, Tarutino und anderen Orten in der Ukraine präsentiert. Das Projekt wurde im Dezember 2011 beendet, eine Überlassung der Ausstellungstafeln an die FU Berlin zur Fortführung der Ausstellung ist für das Jahr 2012 geplant.

Durchführung des Projekts „Moldova im europäischen Kontext. Ein Handbuch“

Das von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (ehem. Gesellschaft für technische Zusammenarbeit) geförderte Publikationsprojekt „Moldova-Handbuch“ wurde seit April des Jahres 2010 betrieben und sollte im Herbst des Jahres 2011 abgeschlossen sein. Bei dem Handbuch handelt es sich um ein Standardwerk in deutscher Sprache, in dem eine Fülle von Beiträgen europäischer Autoren versammelt ist, die sich einem breiten Spektrum von Aspekten bezüglich der Republik Moldau widmen. Zwar lagen alle Beiträge bis zum Ende des Jahres 2011 vor, aufgrund eines größeren Überarbeitungsbedarfs sowie finanzieller Schwierigkeiten, die mit Hilfe privater Spenden gelöst werden konnten, wurde der Veröffentlichungstermin in das Jahr 2012 verschoben.

Durchführung des Projekts „Im Brennpunkt der Öffentlichkeit? Nationale Minderheiten und Menschenrechte in der Republik Moldau“

Das vom DAAD geförderte Projekt sah die Durchführung zweier Workshops vor. Alle Veranstaltungen fanden unter Beteiligung zahlreicher Wissenschaftler aus Deutschland, Moldova, der Ukraine und Georgien im Jahr 2011 statt.

Durchführung des Projekts „ Migration, Minderheiten, Menschenrechte – Sozialpolitische Herausforderungen in Nachbarstaaten der EU: Republik Moldau und Ukraine“ - Internationale Sommerschule in Chişinău und Odessa, 25. August 2011 – 14. September 2011 (Moldau / Ukraine)

Auch in diesem Jahr konnte das MIL wieder zahlreichen Studenten und Doktoranden die Möglichkeit einräumen, sich mit der Republik Moldau vertraut zu machen. Hierfür konnte neben dem DAAD mit der Hans-Böckler-Stiftung (HBS) ein neuer Partner gewonnen werden, sodass auch HBS-geförderte Studenten an der Sommerschule teilnehmen konnten.

Für die Projekte zu 5 und 6 wurden auch für das Jahr 2012 Folgeanträge gestellt. Beide Anträge wurden bereits bewilligt. Das Projekt zu 2 läuft noch bis zum Jahr 2014. Für das Projekt zu 1 ist ein Folgeantrag wg. logistischer Unwägbarkeiten (Fußball-EM 2012 in der Ukraine) frühestens für das Jahr 2013 vorgesehen.