Erinnerungskultur und europäische Verständigung

Mit diesem Projekt wollen wir jungen Historikern und Lehrkräften die Möglichkeit geben, sich mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts (Zweiter Weltkrieg, NS Verbrechen, Holocaust, Stalinismus) auseinanderzusetzen. Ein weiteres Ziel besteht darin, zur Entwicklung kompetenzorientierten Unterrichtsmaterialien zu relevanten historisch-politischen Themen beizutragen, Lernen mit Interviews zu vermitteln und Geschichtslehrkräfte aus der Republik Moldau und Ukraine untereinander zu vernetzen.

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01.04.-31.12.21

Projektmaßnahmen

Deutschland/ Ukraine/Republik Moldau

Projektleitung

Aus den beschriebenen Zielen und Unterzielen leiten sich die folgenden Projektmaßnahmen ab:

1)

Fünftägiges Seminar in Chişinău und Odessa zum Thema "Orte der stalinistischen und NS-Verbrechen". In Vorträgen ausgewiesener Experten werden Informationen aus erster Hand über die Konflikte um Erinnerungsorte, über Kontroversen und konkurrierende Erinnerungen in der Ukraine und Republik Moldau vermittelt.

2)

Siebentägiger Workshop in Braunschweig am Georg-Eckert-Institut für Internationale Schulbuchforschung und in Berlin. Ziel: Stärkung der Methodenkompetenzen der Geschichtslehrkräfte aus der Republik Moldau und Ukraine; Historisches Lernen an Gedenkstätten, Auseinandersetzung mit dem Thema "Holocaust und jüdische Geschichte" im Schulbuch und Geschichtsunterricht. Im Rahmen des Workshops sind fachliche Stadtführungen und Besuche in Museen und Gedenkstätten (z.B. Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Museum Topographie des Terrors, Gedenkstätte Berliner Mauer, Gedenkstätte Deutscher Widerstand) vorgesehen. Ergänzt wird dies durch Gesprächsrunden und Projekte zur eigenständigen Bearbeitung.

3) 

Durchführung von Intreviews „Lebenswege von Opfern“. Im Laufe des Projektes werden die Teilnehmer Familiengeschichten recherchieren und Menschen darüber befragen, was sie vor mehr als 75 Jahren unter Stalins Regime erlebt haben und inwiefern diese Erlebnisse das Leben bis heute beeinflussen. Ausgewählte Interviews werden für schulische Bildung aufbereitet.

4)

Initiierung der Online Anwendung "Lernen mit Interviews". Die Online Anwendung wird das kompetenzorientierte Lernen im Unterricht unterstützen und die Geschichte der NS-Zwangsarbeit und Opfer des Stalinismus anschaulich machen.

Dr. Vasile Dumbrava

Gefördert durch

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