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Nach einem Beschluss der Generalstaatsanwaltschaft des Russländischen Föderation vom 29.09.2026 hat das russische Justizministerium das Moldova-Institut Leipzig e. V. am 14.10.2026 zur „unerwünschten Organisation“ erklärt. Zu den Gründen wurde nach Kenntnis des Vereins nichts Näheres mitgeteilt.


Der Vorstand des MIL erklärt hierzu:


Das Moldova-Institut Leipzig e. V. (MIL) war und ist nicht in der Russländischen Föderation aktiv.


Hauptschwerpunkt der Tätigkeit des MIL ist seit seiner Gründung im Jahr 2005 die Republik Moldau, seit 2012 bildet die Ukraine einen weiteren regionalen Bezugspunkt. In beiden Ländern verfolgt das Institut seine satzungsmäßigen Zwecke – die Förderung der Beziehungen und Kooperation zwischen Moldova bzw. den Ländern Ost- und Südosteuropas und Deutschland bzw. den Ländern West- und Mitteleuropas, insbesondere in den Bereichen Wissenschaft, Bildung, Medien, Entwicklungszusammenarbeit, Gesundheit und Soziales, Kultur, Menschenrechte und Völkerverständigung – mit zahlreichen Forschungs- und Kooperationsprojekten, die die Weiterbildung, den Austausch und die Zusammenarbeit von Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Medienschaffenden, Lehrkräften und Medizinern fördern. Aufgrund dieser Tätigkeit ist das MIL in Deutschland wegen der Förderung der Völkerverständigung als gemeinnützig anerkannt.


Die Einstufung als ‚unerwünschte Organisation‘ zeigt deutlich, wie sehr die russische Führung grenzüberschreitenden Dialog und freie Bildung fürchtet. Wir lassen uns von diesem Schritt nicht beirren: Das MIL wird sein Engagement für die Menschen in der Republik Moldau und der Ukraine unvermindert fortsetzen.


Beide Länder sind seit 1991 souveräne Staaten und demokratisch verfasste Gemeinwesen, die es ihren Bürgern und den Institutionen, in denen diese sich organisieren, nicht nur gestatten, sondern diese vielmehr ermutigen, mit Kolleginnen und Kollegen, mit Partnern und Gleichgesinnten aus anderen Ländern in Austausch zu treten. Von dieser Freiheit haben zahlreiche Menschen aus diesen und weiteren Ländern Gebrauch gemacht, als sie an Sommer-, Herbst- und Winterschulen, Seminaren, Fach- und Sprachkursen, Workshops oder Forschungsaufenthalten teilgenommen haben, die das MIL seit zwei Jahrzehnten für all jene organisiert hat und weiterhin organisieren wird, die sich dem Gedanken der Völkerverständigung und des friedlichen Miteinanders verpflichtet fühlen.


Vertreter dieser Länder haben in der Vergangenheit mehrfach und unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass es sich beim Moldova-Institut Leipzig e. V. um eine in jeglicher Hinsicht erwünschte Organisation handelt. Hierauf werden wir uns auch weiterhin berufen.


Der Vorstand des Moldova-Instituts Leipzig e. V.


am 16. Oktober 2026

Journalistische Resilienz gegen Desinformation gestärkt

Vom 20. bis zum 27. September 2026 fand die internationale Herbstschule zur Stärkung der Medienkompetenz und Bekämpfung von Desinformation statt. Zwölf Journalistinnen und Medienfachkräfte aus Armenien, Georgien, der Republik Moldau und der Ukraine kamen zusammen, um Mechanismen von Falschinformationen zu analysieren, praktische Verifikationswerkzeuge kennenzulernen und gemeinsame Strategien für eine resilientere Berichterstattung zu entwickeln.

 

In Zeiten von KI-generierten Inhalten, Deepfakes und gezielten Desinformationskampagnen steht der unabhängige Journalismus weltweit vor immensen Herausforderungen. Die vom Moldova-Institut Leipzig e.V. organisierte und vom Auswärtigen Amt geförderte Programmwoche setzte genau an dieser Schnittstelle an: Die Teilnehmenden analysierten aktuelle Manipulationsmuster und erarbeiteten praxisnahe Verifikationsmethoden, um Fakt von Fiktion im digitalen Raum noch präziser trennen zu können. Wertvoll und ertragreich hierfür war der direkte Austausch mit führenden Medienschaffenden und Redaktionen in Deutschland, bei den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten etwa mit Teres Freitag vom MDR in Leipzig, die das Medienbildungsportal MEDIEN360G vorstellte sowie den Kolleginnen und Kollegen vom rbb in Berlin. Einen besonderen Höhepunkt bildete der von Lea Eichhorn begleitete Besuch der Redaktion „Verifikation“ sowie der Medienredaktion ZAPP des NDR in Hamburg. Lebhafte Diskussionen entstanden während der Besuche bei der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM), der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) und Codetekt e.V. In engagierten Gesprächen erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wertvolle Einblicke in journalistische Prüfstandards, Recherchewerkzeuge sowie Methoden zur Aufdeckung von Desinformation. Leitgedanke hierbei war stets die journalistische Verantwortung für eine tatsachenbasierte und seriöse Berichterstattung sowie auch der bewusste und kritische Umgang mit Informationen durch den Konsumenten.


 

Wie wird aus einem unüberprüften Social-Media-Post eine verlässliche Nachricht? Dieser Frage ging Julia Maas (ZDF GB AID) in ihrer Präsentation nach. Sie gab praxisnahe Einblicke in die Arbeit des verifikationstechnischen Faktencheck-Services des ZDF, der als interner Dienstleister Nachrichtenredaktionen bei der Analyse von Bild-, Audio- und Videomaterial berät. Maas zeigte typische Manipulationsmechanismen auf und erläuterte zudem den Einsatz moderner OSINT- (Open Source Intelligence) und KI-Detektions-Tools.

 

„Medienkompetenz und grenzüberschreitende Zusammenarbeit sind unsere wirksamsten Werkzeuge im Kampf gegen gezielte Falschinformationen“, betonte Dr. Vasile Dumbrava, stellvertretender Vorsitzender des Moldova-Instituts Leipzig, bei der Vergabe der Teilnahmezertifikate. „Die Erfahrungen und das außerordentliche Engagement der Teilnehmenden zeigen, wie essenziell dieser direkte fachliche Austausch für den Schutz freier Medien und demokratischer Strukturen ist.“

 

Die in dieser Woche entstandenen Netzwerke und Ergebnisse bilden ein starkes Fundament für eine nachhaltige internationale Zusammenarbeit gegen die Verbreitung von Falschinformationen.

 

Die Herbstschule war Teil des Projekts „Stärkung der Medienkompetenz gegen Desinformation“, das vom Auswärtigen Amt im Rahmen des ÖPR-Programms gefördert wird.

Programm herunterladen:


Datum/Uhrzeit: 25.06.2026, 17:15 –bis 18:45 Uhr

Art: Vorlesung/Vortrag, Online

Herzlich willkommen zu einem Vortrag, der den Horizont erweitert und den Appetit anregt!


Dr. Sabine Krause verbindet akademische Expertise mit ihrer Leidenschaft für die feinen, schmackhaften Nuancen der Kultur. Bis Oktober 2024 war sie am Institut für Romanistik in den Bereichen Französisch und Rumänisch tätig. Zudem schlägt sie als Vorstandsmitglied des Moldova-Instituts Leipzig e.V. wichtige Brücken zwischen den Kulturen.

 

Sabine Krause spricht über ein Thema, das im wahrsten Sinne des Wortes durch den Magen geht: Sie untersucht die rumänische und moldauische Küche als sogenannte „Kultureme“. Denn die dampfenden Suppen und der goldgelbe Maisbrei sind weit mehr als nur Mahlzeiten auf dem Teller – sie sind faszinierende Spiegel von Geschichte, Identität und Gesellschaft. 

 

Der Vortrag findet als Zoom-Konferenz statt - den entsprechenden Link finden Sie hier.

 

Eine Veranstaltung des Moldova-Instituts Leipzig e.V. und des Institutul Limbii Române (Bukarest).


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