Moldova-Institut Leipzig e. V.                                                                                                                                                                                                                          Ritterstraße 24, D-04109 Leipzig                 T: +49 (3 41) 9 73 34 97                 F: +49 (3 41) 9 73 02 49              E: moldova@rz.uni-leipzig.de

Impressum                     Datenschutzerklärung

Der Transnistrien-Konflikt aus sozialwissenschaftlicher Perspektive – Ursachen und Klärungen

Das Ziel des Projektes war, Moldauische Experten und Entscheidungsträger mit sozialwissenschaftlichen Theorien vertraut zu machen und ihnen praktische Werkzeuge zur effektiveren Konfliktlösung zu vermitteln.

Projektmaßnahme

Im Rahmen des Projektes wurden ein Workshop und eine Feldstudie mit sozialpsychologischer Perspektive zur Vertrauensbildung in Konflikten zwischen Großgruppen durchgeführt. Des Weiteren wurden von der Universität Hamburg an der Freien Internationalen Universität Moldau (ULIM) ein Workshop sowie ein Vortrag im Rahmen einer Tagung zum Thema Konfliktbearbeitung gehalten. In beiden Präsentationen wurden sozialpsychologische Methoden zur Konfliktprävention vorgestellt und vermitteln. Den Abschluss des Austausches bildete ein Besuch von moldawischen Wissenschaftlern am Moldova Institut Leipzig sowie am Arbeitsbereich Beratung und Training des Fachbereich Psychologie und im Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg.

Von Mitte September bis Ende Oktober wurde von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin des Hamburger Kooperationspartners, Frau Mariska Kappmeier, in Moldova und in der Region Transnistrien Interviews für die Feldstudie „Vertrauensbildung in Konflikten zwischen Großgruppen“ durchgeführt. Als Vorstudie für diese Feldstudie wurde bis Juni 2009 eine Befragung mit internationalen Experten der Vermittlung in politischen Konflikten vorgenommen und ausgewertet. Die Auswertung dieser Vorstudie und einschlägiger Publikationen machte eine Schwäche deutlich: Es gibt zurzeit keine systematisches Verfahren zur Analyse der günstigen bzw. ungünstigen Bedingungen von Vertrauen zwischen den Konfliktbeteiligten. Deswegen wurde ein kombiniertes Interview- und Fragebogenverfahren entwickelt, mit dem im Rahmen der üblichen Erstellung einer Conflict Map zusätzlich eine „Landkarte“ zur Darstellung der Vertrauensbedingungen zwischen den Konfliktbeteiligten entwickelt werden kann. Dieses kombinierte Verfahren kam im Zuge der durchgeführten Feldstudie in Moldova zum Einsatz. Die Zielsetzung der Studie ist also die Erstellung einer Konfliktlandkarte mit einer integrierten Darstellung der vertrauensrelevanten Bedingungen zwischen den Beteiligten.

10.-12.2009

Chisinau

Projektleiter

Prof. Dr. Dr. h.c.

Klaus Bochmann

Gefördert durch