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Sind Sprachkonflikte vermeidbar?

Minderheitenpolitik und Minderheitenrechte in der Ukraine, Republik Moldau und Georgien

Das Projekt verfolgte das Ziel, Minderheitenpolitik und Minderheitenrechte in drei Staaten in den Blick zu nehmen. Ein wesentliches Ziel: Förderung des Ideenaustausches zwischen Studierenden aus Deutschland, aus der Ukraine, Republik Moldau und Georgien. Unser Projekt fragte verstärkt danach, wie sich Lehrende und Studierende individuell sprachlich handeln, wie sie sich zu Minderheitenpolitik positionieren und wie sie zur Vermeidung von Konflikte beitragen können.

2017

Comrat, Chişinău, Czernowitz

Projektleiter

Ausgangslage und Zielsetzung

Die Relevanz des Themas leiten wir aus drei Überlegungen ab. Erstens gehen wir davon aus, dass Sprachkonflikte soziokulturelle und/oder politische Konflikte sind. Sie fassen die gesellschaftlichen Beziehungen und (Exklusions-)Prozesse, Optionen für individuelles und/oder kollektives Handeln und Urteile zusammen, sind Ausdruck ungleicher Verteilung von Macht und Ressourcen und der Durchsetzung kultureller Deutungsmuster. Zweitens vermuten wir, dass die Sprachkonflikte im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung um die europäische Integration der drei Länder stehen. Vor allem in der Ukraine und der Republik Moldau handelt es sich um einen vielschichtigen politischen Prozess, in dem das Zusammenspiel verschiedener Akteure mit unterschiedlichen Werten und Interessen zur Ablehnung oder Annahme des Assoziierungsabkommens mit der EU, zur Exklusion oder Integration einer ethnischen Gruppe führt. Drittens nehmen wir an, dass es bei der aktuellen Auseinandersetzung um Sprache(n) um Status und Rechte der ethnischen Minderheiten sowie um die Einhaltung der Menschenrechte geht.

Das Projekt verfolgte das Ziel, Minderheitenpolitik und Minderheitenrechte in drei Staaten in den Blick zu nehmen. Ein wesentliches Ziel: Förderung des Ideenaustausches zwischen Studierenden aus Deutschland, aus der Ukraine, Republik Moldau und Georgien. Unser Projekt fragte verstärkt danach, wie sich Lehrende und Studierende individuell sprachlich handeln, wie sie sich zu Minderheitenpolitik positionieren und wie sie zur Vermeidung von Konflikte beitragen können.

Dr. Vasile Dumbrava

Gefördert durch

In Partnerschaft mit