Der Umgang mit ethnischen Minderheiten im postsowjetischen Raum.
Konfliktpotenziale erkennen, analysieren und entschärfen

Unser Projekt fragt danach, wie sich Lehrende und Studierende zu Minderheitenpolitik positionieren, welche Konfliktpotenziale sie identifizieren und wie sie zur Entschärfung dieser Konflikte beitragen können.

Ausgangslage und Zielsetzung

01.01.-31.12.2020

Republik Moldau Ukraine

Das Thema „ethnische Minderheiten“ stellt nach wie vor eine zentrale Kontroverse in der Ukraine, Georgien und Moldova dar. In der Auseinandersetzung um ethnische Minderheiten treffen unterschiedliche Wahrnehmungen, Perspektiven, Bewertungen und Vorstellungen in Bezug auf die jeweiligen sprachlichen, sozialen und kulturellen Verhältnisse aufeinander. Je nach Akteuren reichen diese in den drei Ländern von Aufwertung, Solidarisierung und Kooperation einerseits bis hin zu Widerstand, Stigmatisierung und Ausgrenzung andererseits. Die achttägige Herbstschule schärft den Blick auf die Minderheitenpolitik.
Am Beispiel von Gagausen, Bulgaren, Roma und Ukrainer in der Republik Moldau und von Rumänen, Russen und Ungarn in der Ukraine sollen Konfliktpotenziale und Lösungsansätze und vor allem auch Praktiken der Selbstbehauptung dieser ethnischen Minderheiten in den jeweiligen Mehrheitsgesellschaften aufgezeigt werden. Unser Projekt fragt danach, wie sich Lehrende und Studierende zu Minderheitenpolitik positionieren, welche Konfliktpotenziale sie identifizieren und wie sie zur Entschärfung dieser Konflikte beitragen können.


Im Rahmen der Herbstschule werden vor allem folgende Fragen diskutiert:

  • Welchen Mehrwert stellen sinnvoll organisierte ethnische Minderheiten für die Mehrheit dar?

  • Welche Konfliktpotenziale gibt es im Verhältnis zur Mehrheitsgesellschaft sowie zu anderen Minderheiten?

  • Wie können sich ethnische Minderheiten wirksam Gehör verschaffen?

  • Welche Debatten zur Charta der Regional- und Minderheitensprachen finden in der Republik Moldau und der Ukraine statt; wer sind die Befürworter und wer die Gegner?

  • Welche Bedeutung hat die Staatssprache für russischsprachige und für andere ethnische Minderheiten?

Projektleiter

Dr. Vasile Dumbrava

Gefördert durch

 Moldova-Institut Leipzig e. V.                                                                                                                                                                                                                          Ritterstraße 24, D-04109 Leipzig                 T: +49 (3 41) 9 73 34 97                 F: +49 (3 41) 9 73 02 49              E: moldova@rz.uni-leipzig.de

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