Stärkung des Engagements für Menschenrechte

Wesentliches Ziel dieses Vorhabens ist es, das Bewusstsein für Menschenrechte zu fördern und das Engagement junger Menschen in der Republik Moldau und in der Ukraine auf diesem Gebiet zu unterstützen. Mit einer Wanderausstellung "Die Herzen der Menschenrechte" werden diese auf Diskriminierungen aufmerksam gemacht und mit Filmreportagen auch dafür sensibilisiert, wie gegen Verletzungen und Einschränkungen von Menschenrechten präventiv vorgegangen werden kann.

01.04.-31.12.20

Ausgangslage und Zielsetzung

Ausgangssituation: Die Relevanz dieses Themas leiten wir vor allem aus drei Überlegungen ab:

  1. Menschenrechte begründen und reflektieren Sinn- und Werteordnungen,

  2. bestimmen gesellschaftliche Beziehungen und Prozesse,

  3. bieten Optionen für individuelles und kollektives Handeln und sind ein wichtiges Kriterium im Hinblick auf strukturelle Ursachen von Konflikten.

Die Menschenrechtslage ist in den beiden am Projekt beteiligten Ländern unterschiedlich, kann jedoch in keinem von ihnen als zufriedenstellend angesehen werden. Auch wenn die Kernverträge des UN-Menschenrechtssystems und wesentliche Menschenrechtsabkommen und -konventionen ratifiziert wurden, werden diese national nur unzureichend umgesetzt. Die Berichte von Amnesty International dokumentieren immer wieder besorgniserregende Fälle von Kompetenzmissbrauch durch Justizangehörige, übermäßige Gewaltanwendung mit oft eindeutig diskriminierenden Tendenzen (insbesondere gegen Frauen, Menschen mit Behinderungen oder Vertreter ethnischer Minderheiten) und dies häufig ohne strafrechtliche oder disziplinarische Konsequenzen.

Die unausgeglichene Minderheitenpolitik hat viel zur Zuspitzung der Konflikte zwischen der Mehrheitsbevölkerung und ethnischen Minderheiten in beiden Ländern beigetragen. Die Konfliktlösung und Integration ethnischer Minderheiten ist zu einer sicherheitspolitischen Frage nicht nur für die südkaukasischen Staaten, sondern auch in der Republik Moldau und der Ukraine geworden.

Das Projekt „Stärkung des Engagements junger Menschen für Menschenrechte“ wird von folgenden Fragestellungen geleitet:

  • Welchen Stellenwert nehmen Menschenrechte in der aktuellen politischen Diskussion ein?

  • Worin bestehen gegenwärtig die akuten Menschenrechtsverletzungen?

  • Was können Studierende und die auf dem Gebiet der Menschenrechte tätigen NGOs gegen Menschenrechtsverletzungen tun?

Zielgruppe

Um eine Veränderung der Problemlage zu erzielen, richtet sich das Projekt an mehrere Zielgruppen: Vertreter von NGOs, Studierende und Schüler, die sich für die Wahrung der Menschenrechte engagieren. Die Multiplikatoren werden hier als Akteure verstanden, die sich mit Menschenrechtsverletzungen auseinandersetzen wollen und sich fragen, was man gegen Diskriminierung tun kann.

Deutschland

Projektleiter

Dr. Vasile Dumbrava

Gefördert durch

 Moldova-Institut Leipzig e. V.                                                                                                                                                                                                                          Ritterstraße 24, D-04109 Leipzig                 T: +49 (3 41) 9 73 34 97                 F: +49 (3 41) 9 73 02 49              E: moldova@rz.uni-leipzig.de

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