Medienkompetenz gegen Desinformation
Das Projekt wird 2026 stattfinden. Es verfolgt das Ziel, die Medienkompetenz und die Fähigkeiten zur Faktenprüfung von Journalistinnen und Journalisten aus Armenien, Georgien, der Republik Moldau und der Ukraine zu stärken, damit sie Desinformation und manipulative Narrative im Informationsraum besser erkennen, analysieren und öffentlich einordnen können.
Ausgangslage und Zielsetzung
Das Projekt „Stärkung der Medienkompetenz gegen Desinformation“ wird im Jahr 2026 durchgeführt. Es verfolgt das Ziel, die Medienkompetenz und Faktenprüfung von Journalistinnen und Journalisten aus Armenien, Georgien, der Republik Moldau und der Ukraine nachhaltig zu stärken. Die Teilnehmenden werden gezielt darin geschult, Desinformation und manipulative Narrative im Informationsraum zu erkennen, tiefgehend zu analysieren und öffentlich einzuordnen.
Die Herausforderung: Hybride Bedrohungen und Desinformation
Desinformation ist ein zentrales Element hybrider Kriegsführung. Gezielte Kampagnen zielen darauf ab, die Souveränität, die innere Stabilität und den pro-westlichen Kurs von Nachbarstaaten im postsowjetischen Raum zu untergraben. Durch polarisierende und emotionalisierende Narrative – basierend auf Lügen, Halbwahrheiten oder verzerrten Fakten – sollen demokratische Prozesse behindert und gesellschaftliche Spaltungen vertieft werden.
Wie massiv diese Einflussnahme ist, zeigten beispielsweise die Desinformationskampagnen im Vorfeld der Parlamentswahlen in der Republik Moldau im September 2025: Hier wurde gezielt das Narrativ gestreut, ein EU-Beitritt führe unweigerlich zu Krieg und Identitätsverlust. Auch politische Führungspersönlichkeiten stehen immer wieder im Fokus polemischer Verleumdungskampagnen, die über kremlnahe Nachrichtenseiten und Netzwerke auf Plattformen wie TikTok, Facebook, YouTube und Instagram strategisch verbreitet werden.
Projektinhalte:
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Digitale Verifikation und OSINT-Techniken
Um dieser hybriden Kriegsführung effektiv entgegenzutreten, vermittelt das Projekt den beteiligten Medienschaffenden spezialisierte Kenntnisse und praktische Werkzeuge. Im Mittelpunkt steht die Schulung in modernen Methoden der digitalen Verifikation. Dazu gehören:
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OSINT-Techniken (Open Source Intelligence)
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Bild- und Videosuche (Reverse Image Search & Geolocation)
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Analyse von Metadaten
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KI-basierte Verfahren zur Erkennung von Deepfakes und manipulierten Inhalten
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Vernetzung und Content-Erstellung
Ein weiteres Kernziel ist der Aufbau eines regionalen Netzwerks von Journalistinnen, Journalisten und Medienexpertinnen. Der Austausch von Good Practices soll die grenzüberschreitende Zusammenarbeit stärken und zur Entwicklung gemeinsamer journalistischer Qualitätsstandards beitragen.
Darüber hinaus entstehen im Rahmen des Projekts konkrete journalistische Beiträge (Artikel und Videos). Diese analysieren verbreitete Narrative der Desinformation, widerlegen sie faktenbasiert und vermitteln konstruktive Gegennarrative. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung der visuellen Medienkompetenz: Die Teilnehmenden lernen, visuelle Inhalte kritisch zu dekodieren und gesellschaftliche Diskurse rund um die Begriffe Realität, Wahrheit und mediale Inszenierung differenziert zu reflektieren.

01.03.-31.12.2026
Berlin, Leipzig Deutschland
Chișinău
Republik Moldau

Projektleitung:
Dr. Vasile Dumbrava







