Sichtbare Erinnerungen:
Denkmäler, Plätze und Gedenkstätten
Der Umgang mit der sowjetischen Vergangenheit in der Republik Moldau und der Ukraine
Das Projekt findet 2025 statt. Ein wesentliches Ziel besteht darin, eine Auseinandersetzung mit sowjetischen Symbolen im öffentlichen Raum (Denkmäler, Straßennamen, Plätze, Mosaiken etc.) anzustoßen. Folgende Fragen stehen bei der Diskussion im Mittelpunkt: Was geschieht in der der Republik Moldau und der Ukraine mit Denkmälern und Symbolen der Sowjetzeit? Wie verändert der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine unseren Blick auf Geschichte und Erinnerung und welche Konflikte entstehen dabei?

01.01.-31.12.2025
Chişinău
Republik Moldau
Projektmaßnahmen
Vom 03. bis 10. August 2025 fand in Zusammenarbeit mit der Moldauischen Staatlichen Universität (USM) ein Workshop statt, an dem elf Geschichtslehrkräfte teilnahmen, die an allgemeinbildenden Schulen und Hochschulen in Moldova und der Ukraine tätig sind.
Das Programm umfasste Exkursionen zu noch existierenden Erinnerungsorten aus sowjetischer Zeit sowie zu regionalen Geschichtsmuseen. Die Projektteilnehmer besuchten hierbei sowohl kleinere Ortschaften im erweiterten Umkreis von Chișinău als auch die Bezirksstädte Orhei, Ungheni, Ialoveni, Hâncești, Stefan Vodă und Cimișlia. Ein spezielles Augenmerk galt auch dem Umgang mit jüdischer Geschichte sowie der (Nicht-)Darstellung des Holocaust an Erinnerungsorten aus sowjetischer Zeit und der Gegenwart, u.a. mit den Besuchen der Friedhöfe in Chișinău und dem unweit der ukrainischen Grenze gelegenen Dorf Volintiri.
Mit Erinnerungsorten befassten sich auch die Vorträge der Teilnehmenden, welche deren grundsätzliche Bedeutung als Markierung von Macht als auch aktuelle Auseinandersetzung um eine mögliche Umwidmung oder auch die völlige Beseitigung thematisierten. Konkrete Fallbeispiele waren hierbei u.a. militärische Denkmäler für konkrete Figuren oder den unbekannten Soldaten, aber auch Darstellungen aus sowjetischer Zeit im städtischen öffentlichen Raum. Die sich den Präsentationen anschließenden Diskussionen boten die Möglichkeit zu einem Vergleich des Umgangs mit dem sichtbaren sowjetischen Erbe in Moldova und in der Ukraine.
Projektleitung

Dr. Vasile Dumbrava
Gefördert durch






