top of page

Visual history und Geschichtsdidaktik.
Förderung der Bildkompetenz in den Regionen in der Republik Moldau, der Ukraine und Georgien

Logo_Projekt_Visual_history.jpg

Dieses Projekt umfasste eine achttägige Sommerakademie in Berlin und Braunschweig, die Ende Juni 2025 stattfand. Wesentlichstes Ziel war es, eine Gruppe von Multiplikatoren aus den drei Zielländern für die Förderung der Bildkompetenz zu schulen, sie für die Beratung in Sachen Bildkompetenz auszurüsten und sie dazu anzuregen, kritisch über Begriffe wie Realität, Wahrheit, Information, Wissen, Manipulation etc. zu reflektieren. Das Projekt richtete sich an Hochschullehrer der Fakultät für Geschichte, Dozenten an Weiterbildungsinstituten für Lehrkräfte an den jeweiligen Universitäten sowie an Lehrkräfte im schulischen Geschichtsunterricht.

01.01.2025
-
31.12.2025

Berlin, Braunschweig

Deutschland

Projektmaßnahmen

An der Sommerakademie vom 22. bis 29. Juni 2025 nahmen zwölf Geschichtslehrkräfte teil, die an Hochschulen und allgemeinbildenden Schulen in Moldova, der Ukraine und Georgien tätig sind. Das Programm in Berlin bestand aus Besuchen von Gedenkstätten und Bildungsinstitutionen, die sich mit verschiedenen Etappen der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts befassen. Gemäß der Themensetzung lag der Fokus hierbei auf bildlichen Quellen, so etwa im Dokumentationszentrum  Topographie des Terrors, der Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz sowie an dem Erinnerungsort zur Berliner Mauer in der Bernauer Straße, aber auch in dem mit der polnischen Geschichte befassten Pilecki-Institut. In Expertenvorträgen und Workshopeinheiten wurden hingegen didaktische Fragen zu Auswahl von bildlichen (meist fotografischen) Darstellungen sowie zu Möglichkeiten und Risiken ihres Einsatzes im Geschichtsunterricht diskutiert. Das hierfür hinzugezogene Material setzte sich sowohl aus ikonischen Bilder aus der Geschichte verschiedener europäischer Länder, ethisch bedenklichen Gewaltdarstellungen als auch aus bildlichen Erzeugnissen mit offen manipulativem Charakter zusammen. Die Präsentationen der Teilnehmenden umfassten sowohl Fotos von Schlüsselmomenten der aktuellen oder jüngeren Geschichte o.g. Staaten, aber auch Alltagsaufnahmen aus der gemeinsamen sowjetischen Vergangenheit und boten Anlass zu angeregten Diskussionen. Der zweitägige Aufenthalt am Leibniz-Institut für Bildungsmedien (ehemals Georg-Eckert-Institut für Schulbuchforschung) in Braunschweig beinhaltete neben Workshopeinheiten zum Umgang mit digitalen Formaten im Geschichtsunterricht auch einen umfassenden Fachvortrag zu neueren Formen bildlicher Quellen, vor allem die im Ukrainekrieg verstärkt zum Einsatz kommenden Memes. Auch erhielten die Teilnehmenden die Möglichkeit zu einer individuellen Recherche in der institutseigenen Bibliothek, die eine umfassende Sammlung internationaler Schulbücher mit Schwerpunkt auf das Fach Geschichte bereithält.

Projektleitung

Marina_Dumbrava.png

Dr. Marina Dumbrava

Gefördert durch

bottom of page