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Die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg in Rumänien und in der Republik Moldova. Denkmäler, Friedhöfe und Museen für Sieger, Gefallene und Holocaust-Opfer

Das Projekt verfolgte das Ziel, unterschiedliche Formen der visuellen Gestaltung der Erinnerung zu analysieren und widmete sich der Dokumentation und Analyse der unterschiedlichen Erinnerungskulturen über den Zweiten Weltkrieg in den beiden Ländern anhand von Denkmälern, Friedhöfen und Museen.

2009

Leipzig und Chisinau

Projektleiter

Ausgangslage und Zielsetzung

Der Zweite Weltkrieg hat einen festen Platz im kollektiven Gedächtnis in der Republik Moldau. Innerhalb des Landes lässt sich eine Divergenz zwischen dem kollektiven Gedächtnis und den individuellen und familiären Erinnerungen feststellen. Durch den politischen Wandel von 1989 und 1991 konnten nun lange Zeit nach dem Krieg marginalisierte oder unterdrückte, und dementsprechend nicht verarbeitete Ereignisse in die öffentliche Erinnerungskultur der Republik Moldau und Rumänien hervortreten. Besonders in der Republik Moldau, in der Geschichte auch zur Legitimität der neuen Ordnung dient, kam es zu einer neuen Deutung der Vergangenheit. Es ist die Rede von einer „geteilten Erinnerung“ an den Zweiten Weltkrieg.

Das Projekt verfolgte das Ziel, unterschiedliche Formen der visuellen Gestaltung der Erinnerung zu analysieren und widmete sich der Dokumentation und Analyse der unterschiedlichen Erinnerungskulturen über den Zweiten Weltkrieg in den beiden Ländern anhand von Denkmälern, Friedhöfen und Museen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Republik Moldova. Neben konkreten Gedächtnisorten wurden auch Bedeutung und öffentliche Resonanz von Gedenk- und Feiertagen (wie z.B. der 9. Mai – „Tag des Sieges“ in Moldova, der 9. Oktober – Holocaust-Gedenktag in Rumänien) erfasst und kritisch beleuchtet. Die zentrale Fragen des Projekts lauten: Welche Erinnerungsdebatten finden um den Zweiten Weltkrieg statt? Welche Deutungsunterschiede werden in der Republik Moldova und in Rumänien sichtbar?

Prof. Dr. Dr. h.c.

Klaus Bochmann

Gefördert durch

In Partnerschaft mit