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Erinnerungsorte und sowjetische Vergangenheit in der Erinnerungskultur in der Ukraine, Republik Moldau, Armenien, Georgien, Russland und Weißrussland. Eine Herbstschule

Das Projekt soll zu einer Auseinandersetzung mit im postsowjetischen Raum stark ausgeprägten Tendenzen zur Nationalisierung von Geschichtsbildern, zur Mythologisierung des nationalen Leidens und zur Glorifizierung der sowjetischen Vergangenheit beitragen.

Ausgangslage und Zielsetzung

Nach mehr als zwei Jahrzehnten nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion führen Debatten über die Vergangenheit noch immer zu Irritationen und politischen Konflikten sowohl im zwischenstaatlichen Verhältnis zwischen Moldova, Ukraine und Russland oder zwischen Armenien und ihre Nachbarn als auch innerhalb dieser Länder. Ein wesentlicher Grund hierfür liegt in der Formierung und dem stetigen Wandel von Erinnerungskulturen. Sie werden von Akteuren im lokalen, nationalen und transnationalen Kontext jeweils konkret ausgehandelt, wobei es zu Diskussionen, heftigen Kontroversen und Konflikten über die Interpretation einzelner Ereignisse und /oder Erinnerungsorte, aber auch ganzer sowjetischer Regime kommt. In einer Vielzahl von medialen Arenen wird um Geschichte und Vergangenheit in den o.g. Ländern heftig gestritten.

Im Rahmen der knapp zweiwöchigen Herbstschule sollen Gedächtnisorte und ihre Einbettung in die offizielle Geschichtskultur am Beispiel der moldauischen Städte Chişinău, Comrat, Bender und Tiraspol und ukrainischen Stadt Czernowitz behandelt werden.

Das Projekt soll zu einer Auseinandersetzung mit im postsowjetischen Raum stark ausgeprägten Tendenzen zur Nationalisierung von Geschichtsbildern, zur Mythologisierung des nationalen Leidens und zur Glorifizierung der sowjetischen Vergangenheit beitragen.

2018

Comrat, Bender, Tiraspol, Chişinău, Czernowitz

Projektleiter

Dr. Vasile Dumbrava

Gefördert durch