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Curriculare Modernisierung und bessere Versorgung der Rheumapatienten in der Republik Moldova

Das Projekt verfolgte das Ziel, ein starkes wissenschaftliches Netzwerk im Bereich der Rheumatologie zu unterstützen und folglich den Forschungstransfer zu fördern. Hiermit wurde ein Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des moldauischen Gesundheitssystems geleistet.

Ausgangslage und Zielsetzung

In der Republik Moldau sind in hohem Maße sowohl die Erwachsene als auch die Kinder und Jugendliche von rheumatologischen Erkrankungen betroffen. Diese Rheumafälle ergeben einen außerordentlich schweren Krankheitsverlauf, vor allem im Kindesalter, da die rheumatologischen Erkrankungen bei Kindern sehr akut verlaufen können und eine Beteiligung des Herzens die Prognose ungünstig beeinflussen kann. Die Behandlungsmethoden entsprechen bei weitem nicht modernen methodischen Erkenntnissen, und dies hat zur Folge, dass eine große Zahl von Patienten (einschließlich Kinder) auf eine chirurgische Korrektur der Herzklappen angewiesen ist, die vor Ort derzeit  nicht angeboten werden kann.

Diese Defizite sind seit langem bekannt, jedoch ohne dass einschneidende Verbesserungen in der Versorgungssituation erreicht werden können. Darüber hinaus darf auch der volkswirtschaftliche Aspekt nicht vernachlässigt werden. Für die Versorgung und soziale Sicherung fallen enorme volkswirtschaftliche Kosten an. Oft führen die vor Ort durchgeführten chirurgischen Eingriffe zur Invalidität und haben meist eine langzeitige oder gar dauerhafte Arbeitsunfähigkeit der Patienten zur Folge.

Das Projekt verfolgte das Ziel, ein starkes wissenschaftliches Netzwerk im Bereich der Rheumatologie zu unterstützen und folglich den Forschungstransfer zu fördern. Hiermit wurde ein Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des moldauischen Gesundheitssystems geleistet. Wesentliche Zielsetzung des Projektes sind Maßnahmen zur besseren Versorgung Rheumakranker in der Republik Moldau, wie:

  1. Entwicklung von Konzepten zur Verbesserung der studentischen Ausbildung in der Rheumatologie und Förderung der rheumatologischen Aus-, Fort- und Weiterbildung für Ärzte (z. B. Organisation von Weiterbildungs-veranstaltungen für Ärzte).

  2. Methodentransfer zum Aufbau einer einheitlichen Kerndokumentation rheumatischer Krankheiten. Die darin erfassten Daten ermöglichen einen detaillierten Einblick in die Versorgungssituation Rheumakranker, auch hinsichtlich der verschiedenen Krankheitsbilder. Gleichzeitig versteht sich die Dokumentation als Pilotprojekt, dessen Ergebnisse auch auf andere Krankheitsbilder übertragen werden können, um so in Moldova eine Stärkung der medizinischen Versorgung insgesamt zu erreichen.

  3. Verbesserung der Patienteninformation (Patientenschulungen).

  4. Rheumaschulungen für Hausärzte mit dem Ziel, Neuerkrankungen schneller diagnostizieren und die Betroffenen früher als bisher bei Verdacht auf entzündliches Rheuma an den Facharzt überweisen zu können.

01.01.2017-31.12.2018

Leipzig und Chisinau

Projektleiter

Prof. Dr. med. Christoph Baerwald

Projektkoordination:

Dr. Marina Dumbrava

Gefördert durch

In Partnerschaft mit