Aktualisiert: 10. Okt. 2020

Am 28. Oktober beginnt in Chişinău das einwöchige Seminar „Moderner Geschichtsunterricht. Umgang mit kontroversen Themen“.
Mit dem Seminar setzt das MIL eine Veranstaltungsreihe fort, die bereits im vergangenen Jahr mit dem Projekt „Geschichte kritisch vermitteln – Demokratie stärken“ begonnen wurde. Die vom Auswärtigen Amt geförderten Projekte wenden sich hauptsächlich an moldauische und ukrainische Geschichtslehrer und Historiker und bieten eine Weiterbildungsmöglichkeit im Hinblick auf die Vermittlung sensibler Themen der nationalen Geschichte. Das Veranstaltungsprogramm wird maßgeblich durch Experten des Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung (GEI) getragen. Im November 2018 und Mai 2019 konnte das MIL moldauischen Lehrern zudem die Teilnahme an Fortbildungsangeboten des GEI in Braunschweig vermitteln.
Aktualisiert: 10. Okt. 2020
Vom 22.-26. September findet in Chisinau ein vom MIL initiierter Austausch zwischen deutschen und moldauischen Experten aus dem Bereich Palliativmedizin statt. In mehreren Arbeitssitzungen widmen sich Vertreter von Hospizeinrichtungen und Palliativstationen verschiedenen Aspekten des Umgangs mit Schwerstkranken und Sterbenden. Der Austauschsoll dazu beitragen, die Ausbildungssituation für Palliativmediziner und Pflegepersonal in der Republik Moldau zu verbessern und den Aufbau eines Palliativ-Netzwerks zu unterstützen. Die Veranstaltung ist Teil eines mehrjährigen Projekts, mit dem das Moldova-Institut mit Förderung der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) moldauische Akteure bei der qualitativen Weiterentwicklung und Ausweitung ihrer palliativmedizinischen Angebote fördert. Wichtigster Partner vor Ort ist die moldauische Initiative "Hospice Angelus", die in Moldau seit einigen Jahren eine ambulante und stationäre Betreuung von Sterbenden ermöglicht.

Vom 15.-22. September widmen sich 15 Studierende aus Deutschland, Moldau, Georgien, Russland und der Ukraine im Rahmen der Herbstschule "Geschichtspolitik und Erinnerungskonflikte in der Ukraine, Republik Moldau und Georgien" postsozialistischen Erinnerungspolitiken und Aspekten der Vergangenheitsbewältigung in den postsowjetischen Staaten. Im Mittelpunkt der in Chisinau und Czernowitz stattfindenden Veranstaltung stehen Erinnerungskonflikte um Gedenkrituale und Gedenkfeiern sowie Opfer-Täter-Debatten. Im Rahmen der vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderten Herbstschule finden Fachvorträge, Diskussionen, Besuche bei Regierungsinstitutionen, Gespräche mit Experten und Mitarbeitern zivilgesellschaftlicher Organisationen, Begegnungen mit Zeitzeugen in Chişinău, Comrat und Czernowitz sowie Exkursionen zu Erinnerungsorten/Denkmälern (Opfer des Zweiten Weltkriegs, des Holocaust und der Deportationen) statt.



















