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Workshop zur Begriffsgeschichte der Republik Moldau in Leipzig

  • 6. März
  • 2 Min. Lesezeit

Internationaler Austausch zu historischer Semantik, politischer Sprache und gesellschaftlichen Transformationsprozessen

Logo Projekt Begriffsgeschichte

Vom 24. bis 27. Februar 2026 fand in Leipzig der internationale Workshop „Begriffsgeschichte und die diskursive Konstruktion von Räumen, Krisen und Identitäten in der Republik Moldau“ statt. Die Veranstaltung, die mit einer Förderung durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) realisiert werden konnte, wurde vom Moldova-Institut Leipzig in Zusammenarbeit mit der Moldauischen Staatlichen Universität organisiert und brachte Wissenschaftler aus Deutschland und der Republik Moldau zusammen.

Nach der Anreise der Teilnehmer begann das wissenschaftliche Programm am 25. Februar mit einer Begrüßung durch Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Bochmann, Prof. Dr. Igor Șarov und Dr. Vasile Dumbrava. In mehreren Vorträgen wurden zentrale politische und gesellschaftliche Begriffe im Kontext der Geschichte und Gegenwart der Republik Moldau analysiert, darunter „Terror“, „Dekolonialisierung“, „Transition“ sowie Fragen des Umgangs mit Geschichte. Ergänzend dazu wurden methodische Aspekte der Begriffsgeschichte und der historischen Semantik diskutiert.

Foto Workshop Projekt Begriffsgeschichte

Ein Exkursionstag führte die Teilnehmer nach Weimar, wo eine thematische Stadtführung sowie der Besuch des Goethe-Nationalmuseums auf dem Programm standen. Die wissenschaftlichen Präsentationen wurden anschließend in Leipzig fortgesetzt und in einer gemeinsamen Abschlussdiskussion ausgewertet.

Der Workshop bot eine wichtige Plattform für den wissenschaftlichen Austausch über politische Sprache und historische Semantik in Osteuropa und stärkte zugleich die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Institutionen. Die Organisatoren zogen eine positive Bilanz: Die Veranstaltung habe gezeigt, wie fruchtbar der internationale Austausch über politische Begriffe und ihre historischen Bedeutungswandel für das Verständnis aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen sein kann. Es wurde jedoch ebenso deutlich, dass ein gemeinsames Verständnis dessen, was Begriffsgeschichte ausmacht und welchen erkenntnistheoretischen Fokus sie hat, noch weiter entwickeln werden muss. Gerade hierzu diente jedoch der Workshop. Zudem zeigte sich die Notwendigkeit, die zu untersuchenden und untersuchten Begriffe stärker im Hinblick auf ihren Stellenwert als „Grundbegriffe“ zu prüfen, die seit dem Ende der Sowjetunion zudem eine erhebliche Bedeutungsverschiebung erfahren haben. Von besonderem Interesse sind für die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jene Begriffe, die sowohl in Deutschland als auch in Moldau diese Kriterien erfüllen. Ihnen werden sich deutsch-moldauische Forschergruppen künftig gemeinsam widmen.

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